Taufpate werden: Die Checkliste für Patenonkel und Patentante

Taufe | © panthermedia.net /Marina LohrbachTaufe | © panthermedia.net /Marina Lohrbach

Um Taufpate werden zu können, müssen je nach Konfession unterschiedliche Voraussetzungen erfüllt sein. Welche das sind, und was es für Patentonkel oder Patentante sonst noch bei der Patenschaft zu beachten gilt, möchten wir Ihnen hier gerne vorstellen.

Pate werden – welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Um Pate bei einer katholischen Taufe zu werden, muss man selber Mitglied der katholischen Kirche sein. Außerdem muss man getauft und gefirmt worden sein. Das Mindestalter für eine katholische Patenschaft ist 16 Jahre. Was Sie außerdem noch als angehender Pate wissen sollten: Falls Sie später aus der Kirche austreten, endet Ihre Patenschaft automatisch. Sie hätten in diesem Fall nur noch den Status als Zeuge der Taufe.

Etwas anders verhält es sich in der evangelischen Kirche. Für gewöhnlich ist hier ausreichend, wenn sie überhaupt Mitglied einer christlichen Kirche sind. Allerdings gibt es einige Landkreise, die die Mitgliedschaft in einer evangelischen Kirche als zwingend erachten. Auch hier ist eine Grundvoraussetzung für die Übernahme der Patenschaft, dass Sie selbst getauft und konfirmiert wurden. Taufpate in der evangelischen Kirche können Sie aber bereits mit einem Alter von 14 Jahren werden.

Welche Aufgaben beinhaltet eine Patenschaft?

Taufpate werden | © panthermedia.net /Arne Trautmann

Taufpate werden | © panthermedia.net /Arne Trautmann

Aus kirchlicher Sicht übernimmt der Taufpate die Mitverantwortung für eine christliche Erziehung des Patenkindes. Das betrifft aber wohl in erster Linie die Strenggläubigen. In der Regel geht es viel eher darum, eine enge zusätzliche Bezugsperson für das Kind zu haben. Daher ist die Wahl innerhalb der eigenen Familie, wie es früher üblich war, immer seltener geworden. Schließlich hat ein Kind in der Regel automatisch enge Beziehungen und Bindungen zu den Familienmitgliedern.

Die Aufgaben bei der Taufe selbst

Es gibt hier einige rituelle Aufgaben, die allerdings nicht zwingend vorgeschrieben sind, sondern einer entsprechenden Absprache bedürfen. Zu diesen Aufgaben können zählen:


  • Das Anzünden der Taufkerze
  • Das Halten des Kindes am Taufbecken
  • Das Bringen des Taufwassers
  • Das Vortragen des Taufspruches

In der Regel sind zudem die Taufpaten für die Anschaffung, oder in Einzelfällen für die Anfertigung beziehungsweise Gestaltung der Taufkerze verantwortlich.

Taufpate und Geschenke

Auch hier gibt es wieder zwei unterschiedliche Gesichtspunkte. Orientiert man sich bezogen auf die Geschenke zur Taufe an der Kirche, so schenkten die Taufpaten nicht selten die Kinderbibel, die sie dann später gemeinsam mit dem Patenkind lesen, beziehungsweise daraus vorlesen. Allerdings ist die Auswahl an niedlichen, zauberhaften oder auch bleibenden Geschenkideen zur Taufe beinahe unbegrenzt, wie man das bei bekannten Anbietern auch schön sehen kann. Aber nur Mut – wenn man sich ein wenig Zeit bei der Auswahl lässt, kann man dabei wirklich tolle Sachen finden!

Angefangen bei Schmuck, wie zum Beispiel einer Kette mit einem daran befindlichen Taufring. Oder das erste Besteck, ein tolles Stofftier, ein Lauflernwagen, ein personalisierter Bilderrahmen, auf dem der Name des Täuflings und das Datum der Taufe eingraviert sind, die erster Zahndose oder auch ein Sparkonto, das für den Täufling angelegt und zum 18 Geburtstag bereitgestellt wird.

Hier sind der Fantasie überhaupt keine Grenzen gesetzt. Natürlich können die Taufpaten auch die Kostenübernahme für das Taufkleid oder, falls verwendet, das Taufkissen übernehmen.

Aber eines ist natürlich auch klar, der Taufpate ist nicht als der „Goldesel“ des Täuflings zu sehen. Viel eher geht hier um Gemeinsamkeit!

Der Taufpate als Bezugsperson

Taufpate | © panthermedia.net /Arne Trautmann

Taufpate | © panthermedia.net /Arne Trautmann

Selbstverständlich wird der Taufpate bei allen besonderen Anlässen zugegen sein. Das betrifft Geburtstage, Weihnachten, die Einschulung, die Kommunion oder Konfirmation, oder auch die Einschulung. Wer aber wirklich die echte Funktion einer tollen Patentante oder eines geliebten Patenonkels übernehmen möchte, der verschenkt in erster Linie gemeinsame Zeit.

Ein enger Vertrauter sollte ein Taufpate im Optimalfall sein, vielleicht auch mal ein Schlichter, wenn es zu Hause gerade mal mit Mama und Papa Stress gibt. Und gemeinsame Erlebnisse sollten geschaffen werden, die einfach unvergesslich sind und immer wieder an die enge Bindung erinnern. Dazu braucht es nicht wirklich viel.

Kleinkinder lieben es, wenn ihnen vorgelesen wird. Ebenso Sparziergänge, bei denen sie von Mauern hüpfen können, oder ein Regensparziergang, bei dem man gemeinsam in jede Pfütze springt, die man finden kann. Später können es dann Schwimmbad- oder Zoobesuche sein. Oder vielleicht gemeinsam ins Kino. Ein Shoppingnachmittag und der gemeinsame Besuch des Fußballstadions. Und wenn sie dann ganz groß sind, sollten Patenonkel oder Tante einfach auch mal ein toller Kummerkasten sein. Das geht besonders gut beim gemeinsamen Kochen oder Ähnlichem.

Wer also Taufpate werden möchte, der sollte sich genau überlegen, ob er wirklich bereit ist, sein Herzblut und vor allem seine Zeit in den Täufling zu investieren.

Wichtig zu wissen!

Früher war es vollkommen normal, dass der Taufpate für den traurigen Fall, dass den Eltern des Täuflings etwas zugestoßen ist, automatisch die Versorgung des Kindes übernahm. Das hat sich inzwischen geändert. Falls dieses Modell nach wie vor gewünscht ist, so muss diese Absicht von Seiten der Eltern testamentarisch festgehalten werden.

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