Mütter vorgestellt: Dani (Butterflyfish)

Wir freuen uns,
Euch heute Dani vorzustellen. Die Wahlberlinerin und Mutter einer ‚kleinen
Chefin‘ ist die Autorin hinter dem
tollen Design-Blog Butterflyfish, den wir immer wieder gerne durchstöbern. Hier
schreibt sie über Wohnen und Design, Nützliches, Praktisches und
Selbstgemachtes für Kinder und Eltern. Die Idee zum Blog hatte sie während der
Schwangerschaft, auf der Suche nach schönen Designs fürs Kinderzimmer jenseits
von rosa und hellblau, das sowohl Kindern als auch Eltern gefällt.
Als Graphikerin und Fotografin gestaltet sie ausserdem Webseiten, entwickelt Printmedien
und fotografiert Menschen in allerlei Lebenslagen.

Mein Leben ohne
Kind, wie war das…hm. Da sind noch verschwommene Erinnerungen. Lange Nächte
als DJ, zum Teil Donnerstag bis Samstag gar nicht geschlafen und später bestand
das Leben dann auch nur aus dem Einheitstrott, morgens aufstehen, Job, abends
Essen, Glotze, Bett. 
Da die Chefin inzwischen schon 5 ist, fangen die Tage recht entspannt an, am Wochenende
darf ich auch schon mal so lange schlafen, wie ich möchte, sie spielt derweil
einfach in ihrem Zimmer. Unter der Woche klingelt uns der Wecker wach und ab 9
ist sie dann in der Kita aufgeräumt.
Mit dem Großen
finde ich es ganz fantastisch, die Nachmittage im Kletterpark zu verbringen,
das ist mit der Kurzen aber noch nicht möglich, die lässt sich noch viel
einfacher befriedigen. Einfach raus ins Grüne, mit dem Ruderboot über den See
schippern, ein Eis essen und eine Runde schaukeln, wenn denn irgendwo eine
Schaukel in der Nähe ist. Geheimtipps…ich denke, jedes Kind und die
dazugehörigen Eltern haben eigene Vorstellungen von einem tollen Nachmittag.
Aber wo sich tatsächlich auch noch Kinder unterschiedlichsten Alters ganz
umsonst und gern aufhalten ist der Drachenspielplatz in der Schreinerstr. in
Friedrichshain. Der ein oder andere Plausch mit „ganz okayen“ Eltern ist dort
auch möglich und gegenüber in der Kinderwirtschaft kann man sich als
Kaffeesüchtige notfalls auch einen Kaffee organisieren.
Verzichten könnte
ich definitiv auf so einiges wenns um den Alltag mit Kindern geht. Auf
Prinzessin Lilifee, die Fillypferdsammlung, ständigen Diskussionen über
Klamotten (NEIN, kein Sommerkleidchen bei -23 Grad! Und NEIN, auch keine
Sandalen!), die Besserwisserei (die ja tendenziell wohl noch zunehmen wird…),
die Meckerei übers Essen und ich denke, die Liste könnte noch länger werden 🙂
Am meisten am
Muttersein überrascht hat mich die Wehleidigkeit, die mich seitdem im Griff
hat. Als die kleine Chefin frisch auf der Welt war, rührte mich bereits die
Pamperswerbung zu Tränen. Inzwischen habe ich mich zwar besser unter Kontrolle,
aber es gibt Dinge, die mich heute zu Tränen rühren, wo ich früher nicht mal
mit der Wimper gezuckt hätte. Ausserdem hätte ich nicht vermutet, dass ich den
Spruch „Wer sich entscheidet, ein Kind zu bekommen, entscheidet sich dafür,
sein Herz vor sich her zu tragen.“ ja so was von wahr ist…
Ich hatte keine
Vorstellung von meinem Leben als Mutter. Ich hatte nur die Hoffnung, dass sich
eventuell nicht alles ändert. Ich wusste, wo ich nicht hinwollte und ich denke,
ich habe die Kurve auch ganz gut gekriegt. Ich bin keine von diesen 100%
Müttern, ich finde, es gibt neben einem Kind auch noch andere tolle Dinge und
ich genieße auch mal Zeiten ohne Kind, auch wenn ich mich doch recht schnell
ohne die Chefin langweile.
Grandios finde ich, dass ich dank der Chefin mein Leben komplett verworfen
habe. Inzwischen endlich selbständig darf ich nur noch Sachen machen, die mir
enormen Spaß machen. Und alles andere lehne ich dankend ab. Besser geht’s
nicht!
Ach Gott, das
Schönste am Muttersein… Sie ist halt da! Sie ist das Beste, was ich zustande
gebracht habe und wir sind (noch) ein tolles Team (mir graut schon vor der
Pubertät ;)). Ohne sie wäre es enorm langweilig und vermutlich würde ich immer
noch in meinem alten, schlecht bezahlten und faden Job rumhängen.
Der beste Rat für
Eltern von Frischlingen: Hör nicht nur auf andere, folgt eurer Intuition, hört
auf euer Gefühl! Da kommen 3483984 Leute und jeder erzählt was anderes und weiß natürlich am
Besten, was hilft. Mit Intuition macht man schon alles richtig. Und wenn die
Kinder größer sind und sich die Probleme der Größe anpassen, hilft einem neben
der Intiution meist jemand, der das alles schon mal mitgemacht hat. Das können
die eigenen Eltern sein oder eben gute Freunde. Und das Wichtigste: hört
einfach mal auf eure Kinder, die sagen und zeigen euch schon was sie brauchen
oder ihnen fehlt. Auch ganz ohne Jesper Juul.
Vielen Dank, Dani, fürs Mitmachen und die interessanten Einblicke! Mehr von Dani gibts auf ihrem Blog Butterflyfish und wer sehen möchte, was Dani
als Grafikerin und Fotografin so macht, der wird hier fündig.
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