Frühlingsgrüße aus Amsterdam

Wie gern wollte ich nach Amsterdam. Grachtenfahrt, Tulpen, gemütliche Cafes – romantische Klischees, die ich erfüllt sehen wollte. Die Kinder mochten die Idee, also ging es am Wochenende los. Eine Städtereise mit Kindern.

Ankunft in Amsterdam. Überall Menschen. Fußgänger, Radfahrer, Mopeds. Tausende, ach was Millionen ,-) Und alle unterwegs in den paar Straßen des Zentrums. Eine Strapaze für Autofahrer. Die Parkhäuser alle voll. Das erste Mal gestresst und die Erkenntnis, wir hätten den Zug nehmen sollen.

Endlich eingeparkt. Ab ins Gewühl. Unser erster Stop: Starbucks. Die Kinder müssen aufs Klo. Hier eine Riesenschlange, auf die Idee sind also noch andere gekommen. Also wieder ‚raus und ‚rein ins Kaufhaus nebenan. Vorbei an einem spärlich mit Badehose bekleideten Waschbrettbauch-Beau, der für eine Kosmetikfirma orangefarbene Taschen bügelt („Mama, was macht der da?). Immernoch gestresst. 

Die erste Gracht. Jetzt kann der romantische Teil losgehen. „Lust auf Bootfahren?“ „Nee, Bootfahren ist langweilig“.  

Ok, also erstmal treiben lassen (vielleicht ändert sich die Laune der Kinder ja noch), um plötzlich im Rotlichtviertel zu stehen. Fieberhafte Suche nach der passenden Antwort auf die unabdingliche Frage „Mama, was machen die Frauen dort in den Schaufenstern?“. 

Endlich eine Attraktion. Die Kinder hören auf zu maulen. Ein Fahrrad mit hunderten Quietscheenten.

Der Kleine meldet sich. „Mama, ich will ein Wikingerboot!„. 
„Du willst was??? Wie wäre es mit einer Grachtenrundfahrt auf einem schönen Boot mit Glasdach?“

Ich will nicht Bootfahren. Ich will einen Spielzeugladen mit Wikingerboot“
Er läßt sich auf eine Postkarte für den Kindergarten herunterhandeln – wir haben ja schließlich schon viel von Amsterdam gesehen und eine Menge zu berichten 😉

Die Kinder bekommen Hunger. Die romantischen Straßencafes sind voll oder entpuppen sich als gut besuchte Coffeeshops, in denen ebenso gut gelaunte Gruppen lautstark ihren Junggesellinnenabschied feiern.

Mama, da gibt es grüne Lollies, dürfen wir einen haben“
„Ähh, nein, die sind nicht für Kinder. Die Kekse übrigens auch nicht. Aber wie wäre es mit einer Bootsfahrt? Da gibt es vielleicht auch etwas zu essen.“ 
„Nein!“  Wir enden an der Crepes-Bude.

Hier käme jetzt das Bild der Grachtenrundfahrt, die wir NICHT gemacht haben 😉

Und Tulpen gab’s dann auch noch. Viele Grüße aus Amsterdam 🙂

 

 

Frühlingsgrüße aus Amsterdam
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1 Kommentar zu "Frühlingsgrüße aus Amsterdam"

  1. Hihi,
    in ein paar Wochen fahren wir nach Amsterdam…
    Ich habe mich sehr über die guten Tipps gefreut 😉
    Aber es ist doch beruhigend mal einen authentischen Bericht im Internet zu lesen. Ja so sehen Städtetrips mit Kindern manchmal aus.
    Grüße,
    ELA

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