Du bist ein A****loch – Wie wir damit umgehen können wenn Kinder Schimpfwörter benutzen

Eine Vielzahl an Schimpfwoertern | © panthermedia.net /destinacigdemEine Vielzahl an Schimpfwoertern | © panthermedia.net /destinacigdem

Oft ist es für Eltern geradezu ein Schock, wenn sie ihre Kinder das erste mal fluchen hören. „A****loch“, „W*ser“ und Oer“ sind nur einige der Wörter, die auf den meisten Schulhöfen zum Alltag gehören. Leider sind viele Eltern nicht in der Lage, das Benutzen der Schimpfwörter adäquat zu unterbinden und entscheiden sich entweder für eine zu starke oder doch für eine zu lasche Strafe. Generell empfiehlt es sich, nicht überzureagieren und gemeinsam mit dem Partner zu handeln. Im Folgenden finden sich einige wertvolle Tipps, wie wir dafür sorgen können, dass unsere Kinder zivilisiert miteinander umgehen und auf den Gebrauch der Schimpfwörter verzichten.

Bestimmt, aber freundlich hinweisen

Wir alle erinnern uns zumindest noch teilweise an unsere Schulzeit und sicherlich auch daran, wie oft wir den Trends gefolgt sind und das getan haben, was die anderen auch machten. Ähnlich verhält es sich auch im Bereich der Schimpfwörter. Gerade in einem jungen Alter sind Kinder noch nicht in der Lage, gesagte Dinge richtig einzuordnen und halten den exzessiven Gebrauch von Beleidigungen und Beschimpfungen dann für etwas normales.

Es gilt also, zuerst einmal freundlich aber bestimmt darauf hinzuweisen, dass bestimmte Dinge nicht gehen. Die Eltern können ihren Töchtern und Söhnen erklären, dass es nicht in Ordnung ist, andere zu beschimpfen und das dies zuhause und in der Schule unerwünscht ist. Beim ersten Hören von Schimpfworten sollte auf keinen Fall eine Strafe ausgesprochen werden, welche die Kinder vermutlich als ungerecht empfinden würden.

Bei wiederholtem male
Natürlich ist es in den allermeisten Fällen mit einem mal nicht getan. Teils vergehen Wochen, oft aber auch nur Tage oder Stunden, ehe die Eltern die nächste Beschimpfung aufschnappen. Hier dürfen sich die Eltern nun auf keinen Fall inkonsequent zeigen. Stattdessen muss den Kindern eindeutig klar gemacht werden, dass beim nächsten mal schimpfen eine Strafe verhängt wird. Eine solche ist bei mehrmaligem Verhalten nicht zu vermeiden, denn ansonsten merken die Kinder schnell, dass Papa und Mama nicht konsequent sind.

Sie würden dann versuchen, ihre Grenze immer weiter auszutesten und zu verschieben. In diesem Fall wäre es dann so, dass nach einer weile nicht mehr die Eltern die Kinder unter Kontrolle haben, sondern genau andersherum. Es ist deshalb äußerst wichtig, beim dritten Schimpfen eine Strafe zu verhängen. Eindeutig nicht zu empfehlen ist die Variante, bei jedem Schimpfwort Geld in eine Dose schmeißen zu müssen. Studien haben gezeigt, dass dies oft nicht nur wirkungslos ist, sondern auch zu einem falschen Umgang mit Geld führt.

Mögliche Regelungen, wenn Schimpfwörter verwendet werden

Die meisten Eltern reagieren auf schlechtes Verhalten ihrer Kinder mit dem altbekannten Hausarrest. Sie zwingen den Nachwuchs dazu, für einen festgelegten Zeitraum das Haus nicht zu verlassen und teilweise sogar im Zimmer zu bleiben. Tatsächlich könnte es in diesem Jahrhundert kaum eine schlechtere Strafe geben. Warum das so ist? Ganz einfach, noch nie in der Geschichte der Menschheit hat eine Generation so viel Zeit im Haus und so wenig an der frischen Luft verbracht. Statt Fußball Spielen mit den Freunden heißt es nun online zu „zocken“. Und genau hier sollten Eltern ansetzen: Mit Computer- oder Konsolenverbot für einen bestimmten Zeitraum.

Fazit zum Umgang mit Schimpfwörtern

Schimpfwoerter | © panthermedia.net /ccaetano

Schimpfwoerter | © panthermedia.net /ccaetano

Jede Generation hat ihre ganz eigenen Ziele, Wünsche und Träume, bestimmte Dinge bleiben jedoch immer gleich: Schimpfwörter zu verwenden ist eines davon. Grundsätzlich sollten es Eltern nie zulassen, wenn Beschimpfungen im Begriff sind, für den Nachwuchs etwas alltägliches zu werden. Gerade wenn ein schlechtes Wort jedoch das erste mal aufgeschnappt wird, sollte auf eine Strafe noch verzichtet werden. Bei mehrmaligem Verhalten ist es dann allerdings äußerst wichtig, klare Kante zu zeigen und eine Strafe auszusprechen. Statt Hausarrest sollte den Kindern die Nutzung der elektronischen Geräte wie Computer, Fernseher oder Smartphone verboten werden.

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