Die Taufe eines Baby planen – in fünf Schritten zur rundum gelungenen Feier

Bei einer Taufe | © panthermedia.net /Arne TrautmannBei einer Taufe | © panthermedia.net /Arne Trautmann

Die Taufe gilt als erstes Sakrament der christlichen Kirche und stellt den Eintritt eines Gläubigen in die Kirchengemeinde dar. Für viele Familien ist es seit Jahrzehnten Tradition, dass neugeborene Kinder bereits im Babyalter getauft werden. Den meisten Eltern liegt es gerade deswegen sehr am Herzen, dieses besondere und vor allem einzigartige Ereignis gebührend zu gestalten.

Damit eine Taufe problemlos ablaufen kann, müssen Zeremonie und Feier bereits einige Wochen vor dem eigentlichen Termin geplant werden. Eine gute Vorbereitung ist unverzichtbar, damit am Festtag alles glatt läuft und alle Anwesenden den Tag in schöner Erinnerung behalten. In den folgenden fünf Tipps erfahrt ihr, wie ihr Schritt für Schritt eine rundum gelungene Feier plant.

Schritt 1: Erste Planungen

Bereits nach der Geburt eures Kindes solltet ihr euch Gedanken um den Tauftermin machen. Während viele Eltern es mögen, wenn ihr Kind bei der Taufe noch sehr jung ist, bevorzugen andere eher einen späteren Termin. Oft finden Taufen in sonntäglichen Gottesdiensten statt, aber es gibt in einigen Kirchengemeinden auch spezielle Tauf- oder Kindergottesdienste. Sobald ihr entschieden habt, wann euer Kind getauft werden soll, ist ein Gang zur zuständigen Gemeinde notwendig, um zu überprüfen, ob die Kirche zu eurem Wunschtermin noch frei ist.

Zur Anmeldung solltet ihr in jedem Fall die Geburtsurkunde des Kindes und eure Personalausweise mitbringen. Liegen diese Dokumente nicht vor, kann keine Zeremonie geplant werden. Falls vorhanden, sind zusätzlich noch die Taufscheine der Eltern, das Familienstammbuch und die Heiratsurkunde vorzulegen. Außerdem solltet ihr euch zu diesem Zeitpunkt überlegen, wer für euer Kind bei der Taufe Pate stehen soll – die Ernennung von Taufpaten ist nämlich eine weitere Voraussetzung für eine christliche Taufe.

Ein Taufpate hat die wichtige Aufgabe, sein Patenkind auf seinem weiteren Glaubens- und Lebensweg moralisch zu unterstützen und ihm stets zur Seite zu stehen. In der katholischen Kirche muss der Pate ebenfalls katholisch sein, während in der evangelischen Kirche unter besonderen Umständen auch Paten anderer Konfessionen zugelassen sind. Gerne entscheiden sich Eltern heutzutage für zwei Paten, die sich das Amt teilen. Ob dafür Familienmitglieder oder enge Freunde gewählt werden, ist jedem selbst überlassen.

Schritt 2: Die Taufzeremonie vorbereiten

Die kirchliche Taufzeremonie ist so ziemlich der wichtigste Programmpunkt am Tag der Taufe, weshalb sie idealerweise bereits zwei Monate vor dem eigentlichen Termin geplant werden sollte. Während der Zeremonie gibt es zwar einige feste Abläufe, die nicht abgeändert werden können, doch innerhalb dieser Abläufe hat man die Möglichkeit, den Gottesdienst mit eigenen Ideen aktiv mitzugestalten. Am besten spricht man früh genug mit dem Pastor über individuelle Wünsche und ihre jeweilige Umsetzbarkeit.

Während des Gottesdienstes werden beispielsweise zu unterschiedlichen Zeitpunkten biblische oder lyrische Texte vorgelesen. Den meisten Eltern ist die Wahl dieser Texte freigestellt, sodass man sich für eine dem Anlass entsprechende Lesung entscheiden kann, welche die eigenen Gefühle und Gedanken ausdrückt. Solche Texte lockern den Gottesdienst auf und bringen eine persönliche Note in den strukturellen Aufbau. Auch die Fürbitten können frei gewählt oder sogar frei formuliert werden, um damit die Verbindung zwischen dem Täufling und seiner Familie zu betonen. Diese guten Wünsche müssen nicht zwangsläufig vom Geistlichen vorgetragen werden: Besonders schön ist es, wenn man Verwandte und Freunde einbindet, die die verschiedenen Texte lesen.

Neben der textlichen Gestaltung der Zeremonie haben Eltern und Taufpaten ebenso Einfluss auf die musikalische Untermalung. Passende Kirchenlieder, berührende Popsongs und ruhige Instrumentalmusik stehen hier zur Auswahl. Vielleicht kennt ihr ja sogar jemanden, der über gute Gesangskünste verfügt oder ein Instrument beherrscht, womit er live zu dem feierlichen Anlass beitragen kann.

Schritt 3: Was nicht vergessen werden darf

Baby im Taufkleid | © panthermedia.net /igabriela

Baby im Taufkleid | © panthermedia.net /igabriela

Neben der grundsätzlichen zeremoniellen Planung gibt es noch einige weitere Dinge, die im Voraus einer Taufe nicht vergessen werden dürfen. Dazu gehört selbstverständlich das zeitgerechte Verschicken der Einladungen, sodass sich alle Gäste früh genug auf den Termin einrichten können. Eine schön gestaltete Karte mit einem passenden Einladungstext ist zudem eine schöne Erinnerung an den großen Tag.

Die Einladung kann ideal mit einem optisch ähnlichen Taufheft kombiniert werden – Letzteres liegt in der Kirche aus und informiert über den Ablauf der heiligen Messe. Oft stehen im Taufheft auch die Liedtexte, damit die Anwesenden mitsingen können und somit eine gemeinschaftliche sowie festliche Atmosphäre entsteht. Natürlich muss man sich außerdem um Blumenschmuck und weitere Dekorationen für die Verschönerung der Kirche kümmern.

Zu jeder christlichen Taufe gehört eine Taufkerze, die den Täufling als Symbol für das Licht Gottes vom Tag der Taufe an begleiten soll. Die Besorgung dieses wichtigen Requisits darf genauso wenig vergessen werden wie das Organisieren eines Taufkleides. Dieses ist klassischerweise ein weißes Gewand, welches dem Kind während der Taufe übergelegt wird. In manchen Familien wird das Taufkleid von Generation zu Generation weitergegeben, wohingegen es in anderen Familien neu angeschafft wird. Bei evangelischen Gläubigen muss sich des Weiteren um einen Taufspruch gekümmert werden, während in der katholischen Kirche der Ablauf der Salbung noch einmal genau mit dem Pastor durchgesprochen werden sollte.

Schritt 4: Nach der Zeremonie

Bei fast allen Taufen ist die Feier nach dem traditionellen Gottesdienst noch nicht beendet, sondern wird im Anschluss weitergeführt. In manchen Gemeinden ist es gestattet, direkt in der Kirche einen Sektempfang auszurichten, welchen man bei gutem Wetter auch gerne draußen auf den Kirchplatz verlegen kann. Danach ist ein Zusammenkommen mit den Gästen bei einem üppigen Mittagessen mit anschließender Kaffeetafel üblich.

Deshalb solltet ihr euch überlegen, ob ihr diese Feierlichkeit bei euch Zuhause, in einem Restaurant oder in einer mietbaren Location austragen möchtet. Die Entscheidung hängt von mehreren Faktoren ab, so etwa der Anzahl der Gäste und der vorhandenen räumlichen Gegebenheiten. Wenn die Feier in euren eigenen vier Wänden stattfinden soll, empfiehlt es sich, Freunde und Bekannte nach ihrer Unterstützung zu fragen. Gerade bei sehr großen Feiergemeinschaften ist eine externe Räumlichkeit allerdings oftmals die bessere Wahl. Unabhängig davon, wofür man sich entscheidet, ist eine ansprechende Raumdekoration natürlich Pflicht.

Ebenso wie in der Wahl der Location seid ihr auch in der Wahl des Essens frei. Ihr könnt entweder selbst für kulinarische Highlights sorgen oder diese Aufgabe delegieren, indem ihr ein professionelles Catering bestellt. Auch genügend Getränke und Snacks für zwischendurch gehören selbstverständlich zu einer gut geplanten Party dazu und sollten ausreichend zur Verfügung stehen.

Schritt 5: Den Tag in Erinnerung behalten

Während der Zeremonie | © panthermedia.net /bedya

Während der Zeremonie | © panthermedia.net /bedya

Eine Taufe ist ein ganz besonderes Ereignis und stellt für viele Babys die erste große Feierlichkeit in ihrem Leben dar. Aus diesem Grund möchte man natürlich immer wieder gerne an den Tag zurückdenken und ihn lange in schöner Erinnerung behalten. Fotografieren ist daher ein Muss auf jeder Taufe! Ob man dafür einen Profi-Fotografen buchen möchte oder lieber einen befreundeten Hobby-Knipser engagiert, bleibt jedem selbst überlassen. Hauptsache ist, dass für einige schöne Erinnerungsfotos gesorgt ist und die Eltern nicht selbst zur Kamera greifen müssen.

Noch viel schöner als Fotos sind allerdings bewegte Aufnahmen, denn beim Anschauen von Videos kann man sich noch viel besser an einzelne Momente der Taufe zurückerinnern. Daher kann es eine sehr schöne Idee sein, im Anschluss an die Taufe ein Video zu erstellen, was den großen Tag nochmals zusammenfasst. Dabei ermöglichen spezielle Tools selbst unerfahrenen Technik-Laien, aus verschiedenen Ton- und Bild-Aufnahmen ganz unkompliziert ein professionelles Video zu schneiden. Wenn ihr eine einzigartige Erinnerung an die Taufe eures Kleinen schaffen möchtet, dann ist solch ein Video genau das Richtige für euch.

Wenn man an alle diese Dinge gedacht hat, bleibt nur noch eines: Danke sagen! Eine Danksagung an die Gäste und alle weiteren Personen, die zum guten Gelingen der Feier beigetragen haben, gehört zu einer rundum gelungenen Taufe auf jeden Fall dazu. Schließlich ist es keine Selbstverständlichkeit, liebe Menschen um sich zu haben, die einem stets zur Seite stehen. Bei der Gestaltung der Karte macht ihr mit einem schönen Bild vom Täufling und einem passenden Spruch sicher nichts falsch.

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